Der Blarerplatz - Mit seinen gastronomischen Angeboten lädt der Platz, benannt nach dem 1492 in Konstanz geborenen Reformator Ambrosius Blarer, zum Verweilen ein.
Der Blarerplatz, ursprünglich „Holzmarkt“ genannt, wurde von Klostergebäuden und Kirche der Franziskaner flankiert, die sich im frühen 13.Jhdt. im von den Staufern bevorzugten und privilegierten Esslingen niedergelassen hatten. Von der Klosteranlage mit seinen urkundlich nachgewiesenen Kaisergemächern stehen heute nur noch Teile des im 19.Jhdt. veränderten Westflügels. Im Stadtmuseum kann man auf einem alten Gemälde von Johannes Braungart die beeindruckende Dimension der dreischiffigen, frühgotischen Basilika „St.Mariae Krönung“ bestaunen, denn so wie auf dem Bild ist die Kirche, mittlerweile St. Georg genannt, nicht mehr erhalten. Im Jahre 1840 wurde nämlich nach heftiger Diskussion ihr Langhaus abgerissen. Übrig blieb der Chor mit seinen kunsthistorisch berühmten Glasmalereien.
Als Ersatz für das Langhaus entstand 1929/30 der Anbau des evangelischen Gemeindehauses. Eher liebevoll als beiläufig sprechen die Esslinger heute von der „Hinteren Kirche“, wenn sie die Franziskanerkirche St.Georg meinen.





